Kinderkarate

Kinderkarate

Einleitung

Jackie Chan, Bruce Lee, Chuck Norris, Stephen Segal und wie sie alle heissen, alle tun es: Sie geben in ihren Filmen „Demonstrationen der Kampfkunst“.

Demonstrationen der Kampfkunst in Filmen und im Fernsehen fügen das Element „Spannung“ hinzu. Diese Bewegungen werden oft von kleinen Kindern auf Spielplätzen, Schulhöfen oder zu Hause mit Geschwistern, nachgeahmt. Wenn ein Kind Interesse an „Bewegung“ zeigt, sollte dann ein Elternteil gleich der Auffassung sein, sein Kind in eine Kampfsport-Schule einzuschreiben? Welche Vorteile würde dann diese Kampfkunst ihrem Kind geben? Ist es das wert?

Kampfsport, vor allem jene Stile, die ihren Ursprung in Japan und Okinawa haben, basieren auf der Prämisse der Achtung und des „Niemanden schaden hinzufügen“. Im Gegensatz zur visuellen Darstellung im Fernsehen wird Karate als eine gewalttätige Sportart dargestellt. Das Praktizieren der Kampfkunst hat in erster Linie jedoch genau das Gegenteil zum Ziel. Die Filme bieten daher kein wahrheitsgetreues Bild von dessen, was die „Kampfkunst“ den Kindern und Erwachsenen im wirklichen Leben lehrt.

Es ist aber auch wahr, dass diese Philosophie leider von vielen Kampfkunst-Schulen nicht vertreten wird. Eltern tun daher gut daran, sich im Vorfeld über die Schule/Klub ausführlich zu informieren.

Wenn Eltern Ihrem Kind das Erlernen einer Kampfsportart erlauben, heisst das nicht, dass sich ihr/ihm die Türe zur Gewalt öffnet. Vielmehr eröffnet sich dem Kind eine Möglichkeit zum Aufbau einer soliden Basis von Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Die Schüler lernen, dass die Bildung von Respekt zu Mitmenschen, zu einer Hinsicht der Selbsthilfe führen kann. Diese wunderbare Philosophie ist oft im Widerspruch zu dem, was unsere jungen Menschen heute lernen und praktizieren. Die Grundhaltung zur „ich zuerst Mentalität“ führt oft zu emotional ungesunden jungen Menschen.

Eltern und Trainer spielen daher eine wichtige Rolle als Vorbild und Leitfigur, um das Kind auf den Lebensweg zu begeben.

Dario Rossi (Teilaususzug aus „Children and Martial Arts“ von Carma Haley).

Trainingsphilosophie

Das vier-„K“-Trainingskonzept für Kinder und Schüler

Körperfitness

Die Kondition der Kinder wird verbessert. Sie sollen fit, gesund und stark sein. Wir fördern dies.

Koordination

Ein Unterrichtsabschnitt ist das Koordinationstraining. Schulung der Techniken und Bewegungen indem die  Kinder die Feinheiten kennen lernen.

Konzentration

Unsere Konzentrationsfähigkeit ist erlernt und kann trainiert werden. Wir können 11 Konzentrationsblockaden unterscheiden: Ablenkung, Mangel an Übung, gewohnheitsmäßige Unaufmerksamkeit, geringe Frustrationstoleranz, Mangel an Interesse, Aufschieben, Unklarheit des Plans, Überlastung, Müdigkeit, ungelöste emotionale Probleme und negative Einstellungen.

Kontrolle

In einem weiteren Teil geht es um Selbstschutz und Verteidigung. Nicht nur praktische Anwendungen sind Inhalt, sondern auch Präventivmassnahmen werden geschult.

Das Halbgradsystem

Für Kinder (bis zum erreichten 14. Altersjahr) wenden wir das Kyu-Halbgrade-System an (9-4 Kyu), da eine längere Wartezeit für Prüfungen notwendig ist. Dieses System soll die Kinder dazu motivieren, sich gut vorzubereiten und Vertrautheit mit den Prüfungen zu schaffen.

Grade 9 9.1 9.2 8 8.1 8.2 7 7.1 7.2 6 6.1 6.2 5 5.1 5.2 4
Halbgrad
Erreichung Weiss Gelb Orange Grün Blau1 Blau2

Die Zulassung zur Prüfung (Prüfungsreife) wird vom Trainer zusätzlich durch folgende Kriterien bestimmt:

  1. Fortschritt des Lernenden
  2. Verhalten gegenüber Trainer und Mittrainierenden (siehe Dojo-Regeln)
  3. Anzahl Teilnahme an den Trainings

Veranstaltungen